Phoebe


Mit Phoebe, 60 Jahre nach Christi, begann die weibliche Betätigung in der Krankenpflege außerhalb der eigenen Familie.
 
Sie war die erste Diakonisse.
 
Die Geschichte der christlichen Krankenpflege ist die Geschichte der inneren Haltung, deren Quelle in dem alle Christen verpflichtenden Gebot zur Barmherzigkeit zu suchen ist. Die christliche Caritas ist seit den Worten der Heiligen Schrift eine nicht auflösbare Einheit der Gottes- und der Nächstenliebe.
Das Wesentliche – und damit der entscheidende Impuls für die Entwicklung einer christlichen Krankenpflege – war die Tatsache, dass die frühen Christengemeinden diesen Auftrag in eindrucksvoller Weise sofort in die Tat umsetzten. Der heilige Paulus hatte in seinem Brief an die Römer eine Frau namens „Phoebe“ als „diakonos“ bezeichnet: „Sie ist für viele zum Beistand geworden und auch für mich selbst.“
 
Aus der syrischen Kirchenordnung des 4. Jahrhunderts, die Didaskalia:
„Denn in die Häuser der Heiden, in denen es gläubige Frauen gibt, soll eine Diakonisse gehen; sie soll da die Kranken aufsuchen und ihnen mit allem dienen, was für sie erforderlich sein könnte.“
 
Neben den Diakonissen erwähnen die frühen Zeugnisse die Tätigkeit der Witwen und Jungfrauen, die schon in apostolischer Zeit zu karitativen Tätigkeiten in den Gemeinden herangezogen wurden.
 
Für die Versorgung kranker und pflegebedürftiger alter Menschen wurden organisatorische Strukturen aufgebaut. Geschichtliche Daten weisen darauf hin, dass die Diakonisse eine Frau von Bedeutung und Würde war. Diakone und Diakonissen übernahmen die Diakonie, womit im Griechischen das „schlichte Dienen“ bezeichnet wurde. Ihre karitativen und seelsorgerischen Aufgaben wurden geprägt von der Fürsorge für Kranke und Hilfsbedürftige.
 
Man darf wohl die Diakonissen der frühchristlichen Kirche mit Recht als die Gruppe von Frauen betrachten, die den Grundstein zum Krankenpflegeberuf, zu einer modernen Wohltätigkeitsarbeit überhaupt, gelegt haben.
 
 

Anweisung zum Anlegen des Kostüms:
 
Urchristentum: Phoebe
 
1 Kleid
1 Unterkleid
1 Überhaube
1 Umhang
 
 
Der Umhang wird so über das angezogene Kleid drapiert, dass ein Arm davon unbedeckt bleibt, die weiße Blende des Kleides soll zu sehen sein.
 
Unter der Überhaube kann die weiße gestärkte Haube getragen werden, darüber wird die Überhaube gelegt, der lila Streifen soll zu sehen sein. Kopfhaar darf nicht hervorschauen.
 
Kleidergröße:
40
Körpergröße: 170 cm