Die Entstehung der geistlichen Ritterorden ist eng mit der Kreuzzugbewegung im 11. und 13. Jahrhundert verbunden.
Mönche und Ritter – in einer Ordensgemeinschaft zusammengeschlossen – nahmen sich der Kranken und hilfsbedürftigen Pilger an und sie verteidigten das Heilige Land gegen die Ungläubigen.
Der älteste und bekannteste ritterliche Krankenpflegeorden war der Johanniterorden, der Mitte des 12. Jahrhunderts in Jerusalem entstand. Der weibliche Zweig dieses Ordens – die Johanniterinnen – nahm sich der Frauenpflege an.
Anfangs kannte die Regel der Johanniter nur einen Unterschied zwischen Klerikern und Laienbrüdern, beide hatten die Aufgabe, den Armen zu dienen.
Wer in den Orden eintrat, bekam von ihm nicht mehr als Brot, Wasser und ein einfaches Kleid zugesagt: „Denn unsere Herren, die Armen, deren Diener wir zu sein bekennen, kommen nackt und schmutzig in das Haus und schändlich wäre es, wenn der Knecht stolz wäre und sein Herr geringe.“
Das achtspitzige, weiße Kreuz wurde das Symbol des Ordens.
(Jede der acht Spitzen steht für eine Seligpreisung Jesu aus der Bergpredigt.)
Heute führt er auf evangelischer Seite als Johanniterorden, aus katholischer Seite als Malteserorden, die Tradition fort:
- Fürsorge für Hilfsbedürftige
- Tätigkeit in der Unfallhilfe
- Pflege der Kranken
Anleitung zum Anlegen des Kostüms:
Ritterliche Krankenpflege: Johanniterin
1 Kleid, dunkelblau
1 Bluse, rot
1 Kragen, weiß
1 Überhaube, dunkelblau
1 Unterkleid
Zuerst wird die kleine rote Bluse angezogen und der weiße Kragen darauf befestigt, dann wird das Kleid darüber gezogen.
In der Taille, je nach Figur der Darstellerin, abgesteckt, aber so, dass das Kreuz nicht abgeknickt wird.
Dann wird die Überhaube aufgesetzt. An der Schläfengegend wird sie einmal eingeschlagen, der Stoff fällt so von selbst nach vorn, unten hinten wird sie festgesteckt.
Die Schultern werden vom Tuch bedeckt, das Kreuz darf aber nicht verdeckt werden. Kopfhaar ist nicht zu sehen.
Flache, einfache Schuhe werden getragen.
Kleidergröße:
40 – 42
Körpergröße: 165 cm