In einem Teil der griechischen Halbinsel liegen die Marmorruinen und ausgegrabenen Fundamente von Epidaurus, dem berühmtesten Kurort des Altertums. Griechenland führt seine ärztliche Kunst auf eine legendäre Vergangenheit zurück. Der Arzt Asklepios wurde im 5. Jahrhundert v. Chr. als eigentlicher Gott der Heilkunde verehrt. Sein Symbol, die um den Stab gewundene Schlange, ist noch heute ein Kennzeichen des ärztlichen Standes und der Apotheker. (Bei der Schlange handelt es sich um die Aeskulapnatter. Die bernsteinfarbene Schlange mit dem hellen Bauch ist in Deutschland z. B. noch in Schlangenbad und auf Schloß Freudenberg bei Wiesbaden heimisch. Sie ist nicht gefährlich oder giftig, wurde aber fast ausgerottet, vor allem aufgrund der beachtlichen Größe die sie erreichen kann und der Tatsache, dass sie sich gerne in der Nähe menschlicher Behausungen und in Kellern aufhält.)
Seine Tochter, Hygiea, wird als Göttin der Gesundheit verehrt. Wir nennen nach ihr die Lehre der Gesundheit – Hygiene.
Der Asklepioskult
Die Quellen der frühen griechischen Medizin zeigen alle Merkmale empirisch gewonnenen Heilwissens, verbunden mit der Idee des Göttlichen als zuständige Instanz für Krankheit und Heilung. Aus dieser Zeit stammt auch der Aklepioskult. Es wurden Asklepios zu Ehren überall Tempel gebaut, in deren Nähe später zur Ausbildung von Ärzten Asklepiadenschulen errichtet wurden. Die Priesterärzte – Asklepiaden genannt – unterrichteten hier den ärztlichen Nachwuchs. Drei der berühmtesten Schulen waren in Knidos, Rhodos und Kos. In Kos wurde Hippokrates, der „Vater der Heilkunde“ im Jahre 460 vor Chr. geboren.
Die Asklepiostempel waren die wichtigsten Stätten einer religiös bestimmten Richtung der griechischen Heilkunde. Zu ihnen kamen die Patienten, um im Tempelschlaf der göttlichen Heilkraft teilhaftig zu werden. Die Vorbereitung auf den Tempelschlaf trägt alle Züge einer kultischen Handlung, aber auch empirischen Heilwissens. Nach einer meist langen Anreise, vor dem Betreten des Tempels, musste der Patient erst eine Fastenzeit absolvieren; strenge Vorschriften regelten die allgemeine Lebensweise, Gottesdienste und religiöse Übungen versetzten die Seele in gespannte Erwartung. Er schlief dann eine oder zwei Nächte innerhalb des Tempels zu Füßen der Statue des Gottes, um von ihm im Traum seine Verordnungen zu erfahren.
Wir können sicher sein, dass für die therapeutischen und pflegerischen Interventionen jeweils geschultes Personal zur Verfügung stand. Es ist erstaunlich, mit welcher Sorgfalt damals über die geeignete Lagerung, über das Krankenbett, die richtige Ernährung und Lebensführung des Kranken nachgedacht wurde. Große Bedeutung hatte die Beobachtung des Kranken. Aus den Eindrücken der Beobachtung, der Anamnese und den Deutungen der Träume wurde die Therapie abgeleitet.
Anweisung zum Anlegen der Kostüme:
Altertum: Hygiea
1 Kleid
1 Unterkleid
1 Kordel
Seidenband
Über das Unterkleid kommt das Kleid.
Das Kleid wird auf der Schulter festgesteckt und drapiert.
Die Kordel kommt über den Überfall des Kleides.
Das Seidenband wird in verschiedenen Touren um den Kopf gelegt. Die Darstellerin kann kurzes Haar und Knoten tragen.
Zu diesem Kostüm sollten einfache Ledersandalen getragen werden.
Kleidergröße:
38 – 44
Größe: mindestens 170 cm